BAföG

BAFöG ist die Abkürzung für Bundesausbildungsförderungsgesetz.

„Ziel des BAföG ist es, jedem jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, unabhängig von seiner
sozialen und wirtschaftlichen Situation, eine Ausbildung zu absolvieren, die seinen Fähigkeiten
und Interessen entspricht.“

(Quelle: www.bafoeg.bmbf.de)

Anspruch auf BAFöG hat in der Regel jeder Studierende, der die deutsche Staatsbürgerschaft hat
(es gibt Ausnahmen für ausländische Studierende, beispielsweise wenn ein Elternteil Deutscher ist),
das Studium vor Vollendung des 30. Lebensjahres beginnt und „Eignung“ nachweisen kann
(siehe Leistungsnachweis).

Der Förderungshöchstbetrag liegt bei 585 € und setzt sich zusammen aus dem Grundbedarf
(333 €), dem Wohnbedarf (133 €, wenn man nicht mehr bei den Eltern wohnt, plus 64 € bei
hohen Miet- und Nebenkosten), Beiträge zur eigenen Kranken- (47 €) und Pflegeversicherung
(8 €). Die Höhe des individuellen BAFöGs hängt davon ab, ob die eigenen finanziellen Mittel
bzw. die des Ehegatten oder der Eltern reichen, um den Ausbildungsbedarf zu decken.
Mit dem BAFöG-Rechner kann man sich einen Überblick über die Höhe
des eigenen Förderanspruches verschaffen.

Bis zum Zeitpunkt der Förderungshöchstdauer (entspricht der Regelstudienzeit) wird BAFöG jeweils
zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Darlehen geleistet.
Das Darlehen muss 5 Jahre nach Ablauf der Förderungshöchstdauer in Raten von monatlich 105 €
zurückgezahlt werden. Es bestehen hier jedoch verschiedene Erlass- und
Freistellungsmöglichkeiten, z. B. bei geringem Einkommen.

Antragsstellung

Um BAFöG zu erhalten, muss man beim Amt für Ausbildungsförderung des Studentenwerkes Bonn
einen Antrag einreichen. Dieser Antrag kann zu jedem Zeitpunkt gestellt werden, allerdings
wird die Ausbildungsförderung frühestens von Beginn des Antragsmonats an geleistet und nicht
vor Studienbeginn. Man sollte seinen Antrag also frühzeitig stellen, vor allem auch weil die
Bearbeitungszeit oft einige Wochen beträgt. Fehlende Unterlagen können nachgereicht werden.
Die entsprechenden Formulare kann man auch online runterladen unter www.bafoeg.bmbf.de.

Leistungsnachweis

Ab dem 5. Fachsemester wird ein Leistungsnachweis verlangt.
Diese Bescheinigung wird von bestimmten Hochschullehrern ausgestellt.
Zurzeit wird diese Aufgabe in der Mathematik von Prof. Koepke übernommen.

Nebeneinkünfte

Die meisten Studenten müssen neben dem Studium noch arbeiten. BAFöG-Empfänger dürfen
derzeit 350 € mtl. bzw. 4210 € im zwölfmonatigen Bewilligungszeitraum dazuverdienen,
ohne dass das BAFöG gekürzt wird.

Studiengebühren

Seit dem WS 06/07 muss man an der Uni Bonn Studiengebühren zahlen. Grundsätzlich gilt,
dass BAFöG-Empfänger nicht von den Studiengebühren befreit sind. Es besteht die Möglichkeit,
bei der NRW-Bank einen Studienkredit aufzunehmen. Für das BAFöG- und NRW-Bank-Darlehen gibt
es jedoch eine maximale Rückzahlungsgrenze. Von der Uni Bonn gibt es zu dem Thema ein Faltblatt
mit dem Titel „Klartext“, das an dem Info-Ständer vor der BAFöG-Zentrale erhältlich ist.

Studium im Ausland

Wer im Inland mindestens zwei Semester studiert hat, kann auch an jedem anderen Studienort
der Europäischen Union weiterhin zu Inlandssätzen gefördert werden.
Wer für ein oder zwei Semester ins Ausland gehen möchte, hat auch dann noch Anspruch auf
BAFöG. Der Förderungszeitraum beträgt maximal ein Jahr. Abhängig vom Land, in dem man
studieren möchte, erhält man einen monatlichen Zuschlag. Auch für die eventuell
anfallenden Studiengebühren im Ausland und den Flug kann man Zuschläge bekommen.
Die Auslandszuschläge sind jeweils Zuschüsse und müssen nicht zurückgezahlt werden.
Auf der Seite www.bafoeg.bmbf.de findet man eine Liste mit allen Ländern und den
zuständigen BAFöG-Ämtern.

Weitere Informationen findet Ihr im Internet unter

www.bafoeg.bmbf.de oder
www.studentenwerk-bonn.de,

oder Ihr wendet Euch direkt ans BAFöG-Amt. Die Adresse ist:

Studentenwerk Bonn AöR
Amt für Ausbildungsförderung
Nassestrasse 11
53113 Bonn
Tel.: 02 28 / 73 71 71

Die Sprechzeiten der BAFöG-Zentrale sind Mo bis Do 11–13 und 13:30–16 Uhr, Fr 10–13 Uhr.
Telefonisch erreicht man die Sachbearbeiter Mo, Di und Do 13–15 Uhr.